Zwölf Millionen Jobs in der EU durch Software

Quelle: BSA

25.11.2016

Die Bedeutung von Software für die deutsche Wirtschaft ist mit einem Anteil von 152,6 Milliarden Euro am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) enorm. In dieser Zahl berücksichtigt sind indirekte und abgeleitete Auswirkungen. Dadurch entstehen knapp zwei Millionen hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze sowie Investitionen in die Forschung und Entwicklung in Höhe von annähernd drei Milliarden Euro. Diese Erkenntnisse stammen aus dem Bericht „Software: Ein 910 Milliarden Euro Katalysator für die Wirtschaft in der Europäischen Union“ der Business Software Alliance basierend auf Daten von The Economist Intelligence Unit.

Einige Kernergebnisse:

  • Software steuert jährlich über 152,6 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaft bei. 2014 leistete die Softwarebranche einen direkten Beitrag von 62,3 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaft und generiert damit etwas mehr als 2 Prozent des deutschen BIPs. Unter Berücksichtigung der Gesamtauswirkungen, das heißt, der indirekten und induzierten Effekte, beläuft sich der Beitrag von Software auf 5,2 Prozent des deutschen BIPs und damit auf 152,6 Milliarden Euro.
  • Software unterstützt die Schaffung von knapp 2 Millionen Arbeitsplätzen in Deutschland. Die Softwarebranche in Deutschland fördert die Beschäftigung von 1.915.787 Personen und damit mehr als die gesamte Hamburger Bevölkerung. Diese Beschäftigtenzahl entspricht 4,5 Prozent der Gesamtarbeitsplätze in Deutschland. Direkt sind in der Softwarebranche 644.557 Personen tätig. Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass die Softwarebranche unter Berücksichtigung der indirekten und abgeleiteten Auswirkungen die Schaffung von weiteren 1.271.230 Arbeitsplätzen unterstützt.
  • Die Softwarebranche steuert 5,2 Prozent der gesamten unternehmensfinanzierten Forschungs- und Entwicklungsausgaben bei. Softwareunternehmen investieren stark in Forschung und Entwicklung. So wurden 2013 Investitionen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro getätigt. Diese Zahl entspricht 5,2 Prozent der gesamten unternehmensfinanzierten Forschungsausgaben in Deutschland.

Victoria Espinel, President und CEO der BSA | The Software Alliance, erläutert: „Von den softwaregesteuerten Dateninnovationen und Datenanalysen profitieren alle Sektoren der europäischen Wirtschaft. Unternehmen wie staatliche Stellen nutzen Software, um einfallsreicher, kreativer, wettbewerbsfähiger und effizienter zu werden.”

„Wir fordern die Regierung auf, nun die Gelegenheit zu ergreifen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, die sicherstellen, dass wir zukunftsweisende Technologien weiterentwickeln können“, ergänzt Espinel. „Die Verfechtung eines freien und grenzübergreifenden Datenverkehrs, die Ablehnung von Vorschriften zur Datenlokalisierung, die Förderung von IoT-Technologieanwendungen und die kontinuierliche Weiterentwicklung von neuen digitalen Standards in internationalen Foren wären ein deutliches Signal dafür, dass Deutschland bereit ist, die Vorteile von Software uneingeschränkt zu unterstützen.“

Die Originalmeldung finden Sie hier

Wirtschaftsleistung der Softwarebranche in Europa und Anteil am BIP. (Quelle BSA 2016)