Vier IT-Trends für 2021 laut Signavio

Quelle: Signavio

04.01.2021

Signavio, ein führender Anbieter von Business-Transformation-Lösungen, sieht vier Technologie-Trends, die die IT-Welt 2021 beeinflussen werden: der zunehmende Einsatz von Process Mining, die Optimierung der Operational Excellence, die intelligente Automatisierung und die verstärkte Cloud-Nutzung.

Die Covid-19-Pandemie hat bei etlichen Unternehmen zu einem Investitionsstopp geführt. Sie haben viele Projekte der Digitalen Transformation verschoben, die sie im nächsten Jahr aber nach und nach wieder aufgreifen werden. Signavio sieht dabei vier Bereiche, die eine ganz besondere Rolle spielen:


1. Datenanalyse mittels Process Mining

In allen Digitalisierungs- und Transformationsprojekten ist eine umfassende Datenanalyse das Erfolgskriterium schlechthin, und zwar die Analyse von Daten aus unterschiedlichsten Quellen von internen Unternehmenssystemen bis hin zu Social-Media-Kanälen.

Process-Mining-Lösungen gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung: Sie aggregieren und visualisieren Echtzeitdaten aus verschiedenen Systemen. Auf dieser Informationsbasis ist es dann möglich, den tatsächlichen Verlauf organisationsweiter Prozesse zu verbessern. Unter anderem bieten die datenbasierten Analysen die Chance, Prozessabweichungen und potenzielle Risiken zu identifizieren und zu beseitigen. Ebenso können Unternehmen damit Betriebsabläufe flexibel auf Veränderungen ausrichten. Nicht zuletzt kann Process Mining nach einer umgesetzten Veränderung dazu genutzt werden, den Verlauf aktualisierter oder neuer Prozesse zu überwachen, zu beurteilen und gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen.

Konkret zeigt Process Mining etwa auf, wie Kunden mit einem Unternehmen interagieren. Dadurch hilft Process Mining, das Verhalten der Kunden besser zu verstehen. Auf Basis dieser kundenorientierten Betrachtung ihrer Business-Prozesse können Unternehmen dann ihre Serviceprozesse optimieren und damit die Customer Experience verbessern.


2. Kombination von Customer Experience und Operational Excellence

Als klarer Trend ist zu erkennen, dass immer mehr Unternehmen das Thema der Prozessoptimierung ganzheitlich aufgreifen, also Prozesse aus Kunden- und Mitarbeitersicht analysieren und berücksichtigen. Bisher betrachten sie die beiden Bereiche Customer Experience und Operational Excellence, kurz OpEx, oft isoliert voneinander. Erfolgreiche Transformations- und Operational-Excellence-Initiativen basieren aber immer auf einem kundenzentrierten Ansatz. Das heißt, zum einen müssen Unternehmen bei Customer-Experience-Transformationen künftig immer auch die Auswirkungen für die Operational Excellence beachten, und zum anderen dürfen OpEx-Strategien nicht allein auf Effizienzsteigerungen abzielen, sie müssen auch das Wissen von Customer-Experience-Experten miteinbeziehen.

Eine zielführende Operational Excellence bedeutet also die konsistente Umsetzung der Unternehmensstrategie und die konsequente Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse. Damit trägt OpEx zu einem harmonischen Zusammenspiel von Menschen, Prozessen und IT-Systemen in einem Unternehmen bei.


3. Automatisierung

Konsequent vorantreiben werden Unternehmen künftig die Automatisierung von Prozessen und die generelle Erhöhung des Automatisierungsgrads. Viele Firmen haben bereits erste RPA-Projekte umgesetzt, allerdings meistens für einzelne, klar umrissene Aufgabenstellungen. Eine Einbindung von RPA-Anwendungen in eine übergeordnete Gesamtstrategie ist dabei in aller Regel zu kurz gekommen. Hier geht die Entwicklung weiter zur intelligenten Automatisierung, die die gesamte Prozesslandschaft eines Unternehmens erfasst. Ein erster Schritt ist dabei die Hyperautomation, die die dynamische Ermittlung, Gestaltung und Steuerung von Geschäftsprozessen mithilfe von Bots ermöglicht und unterschiedlichste Technologien wie RPA, Machine Learning oder Künstliche Intelligenz nutzt. Auf dieser Basis können Arbeitsabläufe umfassend verwaltet und optimiert werden: von der Ermittlung und Bewertung über die Vereinfachung und Automatisierung bis hin zur Messung und Überwachung. Hyperautomation geht damit über die Möglichkeiten einer reinen RPA-Anwendung entscheidend hinaus – und zwar in Richtung einer intelligenten Prozessautomatisierung.


4. Cloud

Eines hat die Covid-19-Pandemie klar gezeigt: Mitarbeiter müssen von überall aus effizient und sicher arbeiten können. Somit gewinnen Betriebsmodelle an Bedeutung, die eine Remote-Kommunikation und -Kollaboration von Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden unterstützen. Im Zuge dessen ist die Nutzung von Cloud-Services in vielen Fällen unverzichtbar. Dabei dürfen keine Abstriche bei Datensicherheit und -schutz gemacht werden. Das heißt, ein Kunde muss frei entscheiden können, in welchem Land seine Daten gespeichert werden, und zwar redundant und mit einer starken Verschlüsselung auch beim Datentransfer zwischen dem Provider-Rechenzentrum und dem Webbrowser des Kunden.

„Unternehmen wollen agiler werden und intelligente Entscheidungen schneller treffen können. An einer Prozessautomatisierung unter Nutzung neuester Technologien führt dabei kein Weg vorbei“, erklärt Gerrit de Veer, Senior Vice President MEE (Middle and Eastern Europe) bei Signavio. „Nur so werden Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und stärken und vor allem nach der Pandemie auch wieder schneller aus den Startlöchern kommen können.“

> Signavio Webseite

> Zur Pressemitteilung

Gerrit de Veer ist SVP MEE bei Signavio.