Nur wenige Unternehmen haben umfassende IoT-Strategie

Quelle: SAS / Universität Potsdam

25.11.2016

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen ist noch nicht bereit für das Internet of Things (IoT). Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Wettbewerbsfaktor Analytics im Internet der Dinge“, die die Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Softwarehersteller SAS durchgeführt hat. Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen (43,5 Prozent) setzt sich bisher aktiv mit dem Thema IoT auseinander. Besonders weit hinken Handel und Gesundheitswesen (mit 35 beziehungsweise 38 Prozent) hinterher, wenn es um den Einsatz von Sensorik und Datenauswertung geht.

Hindernis für eine strategische IoT-Implementierung ist unter anderem die Frage nach dem Nutzen. 63 Prozent der Unternehmen, für die IoT noch kein Thema ist, sehen die konkrete Bewertung dieses Nutzens als größte Hürde. Übergreifend werden von allen befragten Unternehmen das Fehlen technischer Standards (60 Prozent) und geeigneter Plattformen zur Datenintegration (47 Prozent), Kosten für die zusätzliche Infrastruktur zur Vernetzung (40 Prozent) sowie Bedenken bei Datenschutz (40 Prozent) und Datensicherheit (33 Prozent) als die ausschlaggebenden Herausforderungen in IoT-Projekten genannt. Wesentlich weniger Bedenken haben Unternehmen bei den technologischen Voraussetzungen. Lediglich 13 Prozent meinen, dass Analytics-Systeme und -werkzeuge fehlen, 7 Prozent sehen einen Mangel im Hinblick auf Referenzarchitekturen.

Befragt nach dem Potenzial von IoT nennt die Hälfte der Umfrageteilnehmer die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, 40 Prozent bewerten Effizienzsteigerungen als stärksten Effekt. Dagegen wollen erst 5 Prozent die Auswertung von Sensordaten für neue Geschäftsmodelle oder verbesserte Prozessüberwachung nutzen.

„So präsent das Thema IoT in den Medien und auf Messen auch ist: Unternehmen haben erst begonnen, operative Erfahrungen bei der IoT-Nutzung zu sammeln. Fehlendes Know-how, Sicherheitsaspekte und die Höhe des Implementierungsaufwands sind die typischen Hürden“, erklärt Michael Probst, Director Global Business Development, IoT bei SAS „Wie die Studie gezeigt hat, beschäftigen sich die einzelnen Branchen in der Praxis zudem noch sehr unterschiedlich stark mit IoT. Entsprechend werden auch Nutzen und Potenzial je nach Sektor ganz verschieden bewertet.“

Die komplette Studie steht hier zum Download bereit.

Eine ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.

Abbildung: IoT-Relevanz nach Branche. (Quelle: Studie der Universität Potsdam „Wettbewerbsfaktor Analytics im Internet derm Dinge", 2016)

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