Integrierte Unternehmensplanung: Wettbewerbsvorteile durch einen ganzheitlichen Ansatz schaffen<br>

Integrierte Unternehmensplanung: Wettbewerbsvorteile durch einen ganzheitlichen Ansatz schaffen

09.01.2018, Autor: Dr. Christian Fuchs

Ein hoher Zeit- sowie Ressourcenbedarf und eine mangelhafte Qualität der Planungsergebnisse sind die wesentlichen Probleme in heutigen Planungsprozessen in Unternehmen. Um diese Probleme zu lösen, gilt es, ganzheitlich zu denken und die Planung insgesamt besser zu integrieren, gemäß dem Ansatz der integrierten Unternehmensplanung.


Mangelhafte Planungsergebnisse – eines der größten Probleme heutiger Planungsprozesse

Planungsprozesse in Unternehmen laufen heute nur selten zufriedenstellend ab. Insbesondere die mangelhafte Qualität der Planungsergebnisse, gemessen am investierten Zeitaufwand für die Planung,
gilt regelmäßig laut BARC-Anwenderumfragen als größtes Problem (siehe Abbildung 1). Gerade in mittleren und großen Unternehmen mit komplexeren Unternehmensstrukturen treten die genannten Probleme verstärkt auf.

Unternehmen müssen verstehen, dass es heute weder ausreichend ist, einmal pro Jahr auf Jahres-ebene zu budgetieren, noch Teilbereiche wie Finanzen, Vertrieb, Personal etc. isoliert zu planen oder Performance-Management-Prozesse wie Planung, Berichtswesen, Analyse bis hin zur Finanzkonsolidierung isoliert voneinander zu betrachten. Um diese Unzulänglichkeiten zu überwinden und künftig gar den Status eines „Best-in-Class“-Unternehmens zu erlangen, gilt es daher, ganzheitlich zu denken und die Planung insgesamt besser zu integrieren.

Abbildung 1: Was sind die größten Probleme beziehungsweise Herausforderungen,
auf die Sie heute in Ihrem Planungs-/Budgetierungsprozess stoßen?
BARC-Anwenderstudie: Reality Check: Treiberbasierte Planung, (n=140)

Das Konzept der integrierten Unternehmensplanung

Integrierte Unternehmensplanung ist ein fachliches Konzept und erfordert die Integration auf verschiedenen Ebenen (siehe Abbildung 2). Neben der Integration einzelner Teilpläne bis in die Ergebnisplanung in einem einheitlichen Datenmodell sind die Ableitung der klassischen, jährlichen Budgetierung aus der strategischen Planung, als auch die unterjährige Aktualisierung der erhobenen Plan-Daten (Forecasting) weitere essentielle Bestandteile. Die Auswirkungen operativer Planungen auf die Ergebnisse des Unternehmens einschließlich der finanziellen Konsequenzen sind erst bei einer integrierten Betrachtung direkt sichtbar. Durch die Ableitung der Budgetierung aus der strategischen Planung und die unterjährige Aktualisierung der Plan-Daten gelangen Unternehmen von einer langfristigen Betrachtung hin zu einer mittelfristigen bis kurzfristigen Planung. Das vierte zentrale Kennzeichen einer integrierten Unternehmensplanung ist die systematische Verbindung und Abstimmung verschiedener Performance-Management-Prozesse wie Planung, Berichtswesen, Analyse und Finanzkonsolidierung. Eine zentrale Datenbasis, auf der die verschiedensten Performance-Management-Prozesse aufsetzen, ist dabei die Voraussetzung, um ein integriertes Performance Management sicherzustellen.

Best-in-Class-Unternehmen belegen Nutzen einer integrierten Unternehmensplanung

„Best-in-Class“-Unternehmen, die bereits einen integrierten Planungsansatz verfolgen, haben deutlich geringere Probleme in ihren Planungsprozessen als andere Unternehmen, was zu großen Teilen auch der besseren Integration in der Planung geschuldet ist. Insbesondere der Zuwachs in der Zufriedenheit mit der Qualität der Planungsergebnisse beziehungsweise geringere Probleme in diesem Bereich untermauern die Vorzüge einer integrierten Unternehmensplanung. Eine bessere Integration in der Planung führt somit zu einer signifikant höheren Qualität der Planungsergebnisse.


Software zur Umsetzung einer integrierten Unternehmensplanung

Die Unterstützung durch professionelle Softwarelösungen ist ein entscheidender Faktor für den nachhaltigen Erfolg einer integrierten Unternehmensplanung. Spätestens bei der technischen Umsetzung sollten im Gegensatz zu weit verbreiteten Excel-Lösungen professionelle Planungslösungen zum Einsatz kommen, die über umfangreiche unterstützende Funktionen für die flexible Modellierung der Planung, unterschiedliche Planungshorizonte und die eigentliche Durchführung der Planung verfügen. Integrierte Funktionen für verschiedene Performance-Management-Prozesse (Planung, Berichtswesen, Analyse, Finanzkonsolidierung) auf einer einheitlichen Datenbasis stellen ein durchgängiges Performance Management sicher.


Ausblick: die integrierte Unternehmensplanung als Wettbewerbsvorteil nutzen

Gerade bei der Planung ist durch fortgeschrittene Ansätze (treiberbasierte Planung, statistische Prognosen etc.) häufig noch eine erfolgversprechende Differenzierung vom Wettbewerb möglich. Rückgrat ist häufig eine integrierte Unternehmensplanung, welche die Verbindung der einzelnen Teilpläne untereinander und die Integration in die Ergebnisplanung sicherstellt. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten haben viele Unternehmen erkannt, wie wichtig Transparenz über das Geschehen im Unternehmen und in seinem Umfeld sowie flexible Planungs- und Prognose-möglichkeiten für die Zukunft sind. Ansätze wie die integrierte Unternehmensplanung als auch die Verknüpfung mit treiberbasierten Planungsansätzen tragen hierbei wesentlich dazu bei, dass Unternehmen den Status eines Best-in-Class-Unternehmens erlangen, weniger Probleme in ihren Planungsprozessen haben und so effizienter planen als ihr Wettbewerb.

Abbildung 2: Facetten einer integrierten Unternehmensplanung



Dr. Christian Fuchs ist Head of Research Business Intelligence (BI) bei BARC und Head of Analytics & Data Management Practice der CXP Group. Als Senior Analyst und Consultant ist er insbesondere auf entscheidungsunterstützende Informationssysteme im Bereich Corporate Performance Management, Planung und BI-Frontends fokussiert. Als Berater unterstützt er Unternehmen im Softwareauswahlprozess
und in der Einführungsphase sowie bei strategischen Fragen zum BIFrontend-Portfolio inklusive Architektur und Nutzungsszenarien. Er ist Hauptautor zahlreicher BARC-Studien und -Marktanalysen.


Dr. Christian Fuchs, Senior Analyst, BARC

Das Business Application Research Center (BARC) ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für Unternehmenssoftware mit Fokus auf die Bereiche Business Intelligence/Analytics, Datenmanagement, Enterprise Content Management (ECM), Customer Relationship Management (CRM) und Enterprise Ressource Planning (ERP).

BARC-Analysten unterstützen seit 20 Jahren Unternehmen bei Strategie, Organisation, Architektur und Evaluationsfragen in diesen Themengebieten. Dabei vereinen die BARC-Analysten Markt-, Produkt- und Einführungswissen. Know-how-Basis sind die seit Jahren ständig durchgeführten Marktanalysen und Produktvergleichsstudien, die ein umfassendes Detailwissen über den Leistungsumfang aller marktrelevanten Softwareanbieter, neueste Entwicklungen und Best Practices sicherstellen.

BARC formt mit den Analystenhäusern CXP und PAC die führende europäische Analystengruppe für Unternehmenssoftware und IT Services mit Präsenzen in acht Ländern.

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