DSGVO-Studie: 58% aller Unternehmen können Anfragen nicht fristgerecht bearbeiten

Quelle: Talend

03.12.2019

58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend.

Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse seiner ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

„Diese neuen Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Zugangsrechte für betroffene Personen für die meisten Unternehmen immer noch eine Achillesferse sind“, so Jean-Michel Franco, Senior Director of Data Governance Products bei Talend. „Zur vollständigen DSGVO-Konformität ist es notwendig zu wissen, wo sich die Daten befinden und wie und von wem sie verarbeitet werden. Ferner ist sicherzustellen, dass die Daten vertrauenswürdig sind. Angesichts der Tatsache, dass in Kürze eine ganze Reihe von Datenschutzverordnungen in den USA (California Consumer Privacy Act, Januar 2020), im APAC-Raum (PDPA in Thailand, Mai 2020) und in Lateinamerika (LGPD in Brasilien, August 2020) in Kraft treten, werden die Unternehmen jetzt eine Transformation im Bereich Data Governance einleiten müssen, die eine 360-Grad-Sicht auf den Kunden ermöglicht und es den für den Datenschutz Verantwortlichen erlaubt, Datenverarbeitung und -bereitstellung stärker zu automatisieren. Die Unternehmen werden mehr tun müssen, um das Vertrauen betroffener Personen zurückzugewinnen. Gleichzeitig müssen sie sich der Tatsache bewusst sein, dass ihnen bei Nichteinhaltung der Verordnungen und insbesondere infolge von Sammelklagen sehr hohe Bußgelder und erhebliche Reputationsschäden drohen – beides Faktoren, die verheerende Folgen für ein Unternehmen haben können.“


Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.

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