CIOs sehen Veränderung der Geschäftsmodelle durch Digitalisierung

Quelle: Capgemini

09.02.2017

82 Prozent der CIOs im deutschsprachigen Raum sind der Meinung, dass die Digitalisierung die Geschäftsmodelle ihrer Branche verändert. Als Antwort darauf stellen die CIOs in erster Linie Mitarbeiter mit dem entsprechenden Know-how ein (82,7 Prozent) und engagieren Beratungsunternehmen (66 Prozent). Vor tiefgreifenden organisatorischen Veränderungen wie dem Aufbau einer Innovationsabteilung, der Abflachung der Hierarchie und dem Austausch von Führungskräften schrecken die meisten aber zurück. Technologisch konzentrieren sie sich auf die bessere Vernetzung von Daten (88,3 Prozent) und den Ausbau der Datenanalyse (78,2 Prozent), die Entwicklung neuer Produkte und Services (80,8 Prozent) sowie den Ausbau der Cloud-Kapazitäten (80,6 Prozent). Als die größten Hürden für die Digitalisierung bezeichnen die Studien-Teilnehmer den Fachkräftemangel, unflexible Geschäftsprozesse, starre Organisationsstrukturen, fehlende übergreifende Planung und unklare Verantwortlichkeiten. Die Angaben wurden im Rahmen der jährlichen IT-Trends-Studie im September und Oktober 2016 von Capgemini erhoben. Insgesamt nahmen 148 IT-Verantwortliche von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Die Studie erscheint im fünfzehnten Jahr.

„Die Digitalisierung ist offenbar weniger eine technische als vielmehr eine organisatorische Herausforderung. Althergebrachte Strukturen behindern den Wandel, sowohl auf Unternehmensebene als auch in der IT-Abteilung. CIOs, in deren Unternehmen Digitalisierung eine hohe Bedeutung hat, sind eher zu Veränderungen bereit. Das zahlt sich offenbar aus, denn diese Unternehmen sind bei der Vernetzung und Analyse der Daten weit fortgeschritten und bereits dazu übergegangen, aus den Erkenntnissen neue Produkte und Services zu entwickeln“, erklärt Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland die Ergebnisse.


Konsolidierung von Big-Data-Anwendungen und steigende Cloud-Nutzung

In diesem Jahr betreiben 18,3 Prozent der Unternehmen im deutschsprachigen Raum eine oder mehrere eigene Big-Data-Anwendungen. Das sind unterm Strich weniger als im letzten Jahr (23,9 Prozent). „Der Rückgang ist jedoch nicht unbedingt negativ, da in einigen Branchen bereits europa- oder weltweit konsolidiert wird“, kommentiert Thomas Heimann, Principal Enterprise Architect & Experte IT-Trends bei Capgemini. „Einige Pilot-Projekte enden auch in der Entscheidung, die Leistungen eines Anbieters zu nutzen oder abzuwarten, bis mehr Daten zur Verfügung stehen. Das Interesse an Big Data ist aber nach wie vor hoch und die Anzahl der Unternehmen, die sich in Workshops oder Pilotanwendungen mit Big Data auseinandersetzen, ist gestiegen.“

Auch die Cloud-Nutzung hat zugenommen: Inzwischen beziehen 75,0 Prozent der Unternehmen Services aus der eigenen und sogar 79,6 Prozent Leistungen aus einer Anbieter-Cloud. Die hohe Nutzerquote sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass letztere aber nach wie vor nur einen geringen Anteil an der Gesamtleistung haben. Sie stellen in diesem Jahr 10,2 Prozent aller IT-Services bereit (Vorjahr 6,5 Prozent), während unternehmenseigene Clouds einen Anteil von 36,6 Prozent haben (Vorjahr 27,1 Prozent). Insbesondere Großkonzerne und der Mittelstand haben die Cloud-Nutzung stark ausgebaut.


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Case study